
In Zeiten, in denen die Finanzmärkte von starken Schwankungen geprägt sind, suchen Investoren nach Instrumenten, die nicht nur Schutz bieten, sondern auch die Möglichkeit, von der Volatilität zu profitieren. Volatilität-ETFs (Exchange Traded Funds) haben sich dabei als besonders relevant erwiesen, weil sie gezielt die Schwankungen des Marktes abbilden und damit sowohl Chancen als auch Risiken bündeln.
Was sind Volatilität-ETFs?
Volatilität-ETFs sind börsengehandelte Fonds, die die Entwicklung von Volatilitätsindizes wie dem VIX (CBOE Volatility Index) nachbilden. Sie ermöglichen Anlegern, in die Marktvolatilität zu investieren, ohne einzelne Futures oder Optionen selbst handeln zu müssen. Damit bieten sie einen vereinfachten Zugang zu einem ansonsten komplexen Marktsegment.
Wie profitieren Investoren von Marktturbulenzen?
Die zentrale Stärke von Volatilität-ETFs liegt in ihrer Fähigkeit, von stark schwankenden Märkten zu profitieren. Während traditionelle Aktien- oder Anleihen-ETFs in Krisenzeiten häufig Verluste verzeichnen, können Volatilität-ETFs in genau diesen Phasen überdurchschnittliche Renditen erzielen. Ein zentraler Claim lautet:
- Volatilität-ETFs ermöglichen es, von Marktturbulenzen zu profitieren.
- Investoren können mit diesen ETFs ihre Verluste absichern.
- Die Leistung ist stark von der Marktvolatilität abhängig.
Performance während der COVID-19-Pandemie
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel stammt aus dem Jahr 2020, als die COVID-19-Pandemie die Märkte erschütterte. Der iPath Series B S&P 500 VIX Short-Term Futures ETN erzielte in diesem Zeitraum eine durchschnittliche Rendite von 10 %. Diese Zahl stammt aus einer Studie, die die Performance von Volatilität-ETFs während der Pandemie analysierte (S1, 2020). Der VIX erreichte im selben Jahr einen Höchststand von 80 Punkten, was die hohe Marktunsicherheit verdeutlicht.
Ein weiterer interessanter Kennwert ist der durchschnittliche Gewinn von 40 %, den Volatilität-ETFs im Jahr 2020 verzeichneten (S2, 2020). Diese Zahlen unterstreichen, dass Volatilität-ETFs in Krisenzeiten nicht nur als Absicherungsinstrument, sondern auch als renditestarke Anlageklasse fungieren können.
„Volatilität-ETFs können in turbulenten Märkten eine attraktive Anlagemöglichkeit darstellen, da sie direkte Ansätze zur Nutzung der Marktvolatilität bieten. Während der COVID-19-Pandemie erzielte der iPath Series B S&P 500 VIX Short-Term Futures ETN eine bemerkenswerte Rendite von 10 %, was die Chancen aufzeigt, die in solchen Phasen bestehen“ (S1, 2020).
Risiken in stabilen Marktphasen
So attraktiv die Renditechancen in Krisenzeiten auch sein mögen, Volatilität-ETFs bergen erhebliche Risiken, wenn die Märkte stabil sind. In ruhigen Phasen kann die Performance stark schwanken und zu signifikanten Verlusten führen. Die Studie von The Wall Street Journal (S2, 2020) betont, dass „Volatilität-ETFs können in ruhigen Marktzeiten signifikante Verluste erleiden“. Dieser Aspekt macht deutlich, dass diese Produkte vor allem für erfahrene Anleger geeignet sind, die aktiv auf Marktveränderungen reagieren können.
- Hohe Risiko während stabiler Märkte.
- Potenzielle Verluste von bis zu 40 % in Phasen geringer Volatilität.
- Erfordert kontinuierliche Überwachung und aktive Anpassung.
Praktische Anwendung und Anlegerhinweise
Für Investoren, die Volatilität-ETFs in ihr Portfolio integrieren möchten, gelten folgende Empfehlungen:
- Nur erfahrene Anleger einsetzen: Da die Produkte stark auf Marktbewegungen reagieren, sollten sie von Anlegern mit fundiertem Marktverständnis genutzt werden.
- Portfolio diversifizieren: Volatilität-ETFs sollten nur einen Teil des Gesamtportfolios ausmachen, um das Gesamtrisiko zu begrenzen.
- Marktvolatilität beobachten: Der VIX und andere Volatilitätsindikatoren dienen als Leitfaden für den optimalen Einsatz.
- Absicherungsstrategie definieren: In Kombination mit traditionellen Anlagen können Volatilität-ETFs als Puffer in Krisenzeiten dienen.
Der Artikel von Jan Schulte (Mai 2026) auf Capital+ fasst diese Perspektive zusammen: „Sind die Märkte in Aufruhr, dann bekommen auch private Investoren das große Zittern. Wie wäre es, aber genau auf solche Turbulenzen zu setzen? Das geht mit einem ETF“. Diese Aussage verdeutlicht die wachsende Aufmerksamkeit, die Volatilität-ETFs bei privaten Anlegern erhalten.
Schnellüberblick:
Welche Rendite erzielten Volatilität-ETFs während der COVID-19-Pandemie?
Der iPath Series B S&P 500 VIX Short-Term Futures ETN erreichte im Jahr 2020 eine durchschnittliche Rendite von 10 % (S1, 2020). Der durchschnittliche Gewinn aller Volatilität-ETFs lag bei etwa 40 % im selben Jahr (S2, 2020).
Wie hoch war die Marktvolatilität (VIX) im Jahr 2020?
Der VIX erreichte im Jahr 2020 einen Spitzenwert von 80 Punkten, was die extreme Unsicherheit an den Finanzmärkten widerspiegelt (S1, 2020).
Sind Volatilität-ETFs eine sichere Anlage?
Nein, sie sind risikobehaftet und eignen sich vor allem für erfahrene Anleger, die aktiv auf Marktveränderungen reagieren können (FAQ).
Welche Hauptgefahren bestehen in stabilen Marktphasen?
In ruhigen Marktbedingungen können Volatilität-ETFs signifikante Verluste erleiden, da ihre Performance stark von der Volatilität abhängt (S2, 2020).







