
Im Jahr 2025 zeigen sich die Entwicklungen bei Emerging Markets (EM) ETFs deutlich gespalten: Während breit aufgestellte EM-ETFs mit hoher China-Gewichtung schwächeln, verzeichnen Ex-China-Strategien Rekordzuflüsse und übertreffen die Gesamtperformance. Diese Dynamik ist für Anleger entscheidend, um ihre Allokationsentscheidungen zu präzisieren und die globalen Markttrends zu verstehen.
Wachstum der globalen Emerging Markets ETFs im Jahr 2025
Globale EM-ETFs sind im laufenden Jahr um 38,9 Mrd. US-Dollar gewachsen. Dieser Zuwachs spiegelt das anhaltende Interesse an Schwellenländern wider, wobei insbesondere die Märkte Südkorea und China stark zu den Zuflüssen beigetragen haben. Die Quelle S1 belegt das Wachstum und liefert die relevanten Zahlen.
Ex-China-Strategien setzen neue Maßstäbe
Im ersten Halbjahr 2025 haben EM-Ex-China-Aktienfonds ihr verwaltetes Vermögen um 15,2 % auf 70,1 Mrd. US-Dollar erhöht. Diese Rekordzuflüsse belegen das zunehmende Interesse an risikoärmeren Anlagen außerhalb Chinas und bestätigen die These, dass Anleger verstärkt nach stabileren Emerging-Markets-Optionen suchen.
- Wachstum des Vermögens: 15,2 % auf 70,1 Mrd. US-Dollar (2025, Quelle S2)
- Ex-China-Strategien übertreffen die Performance breiter EM-ETFs
- Starke Nachfrage aus Regionen wie Lateinamerika und Südostasien
Die Quelle S2 dokumentiert die Rekordhohen Aktiva und die damit verbundenen Kapitalflüsse.
Rekordzuflüsse und führende Produkte
Mehrere Produkte profitieren von diesem Trend:
- iShares MSCI Emerging Markets ex China ETF (EMXC) – 13,2 Mrd. US-Dollar AUM, 653 Titel, TER 0,25 %.
- Avantis Emerging Markets ex China ETF (AVXC) – Plus von 15,1 % seit Jahresbeginn.
- abrdn EM ex-China Fund – Zuwachs von rund 14 % im gleichen Zeitraum.
- Aktiver VanEck Emerging Markets Fund – 13,79 % Performance im Q2 2025, übertrifft den MSCI EM IMI (12,71 %).
Diese Produkte bieten Anlegern die Möglichkeit, China-Risiken gezielt zu steuern, während sie von den Wachstumsmotoren Südostasien, Indien und Brasilien profitieren.
Regionale Treiber: Südkorea und Indien im Fokus
Die Performance asiatischer Märkte hat maßgeblich zu den Zuflüssen beigetragen:
- Wachstum südkoreanischer Aktien: 61 % im Jahr 2025, getrieben durch hohe Markterträge.
- Wachstum indischer Aktien: 37 % im Jahr 2025, ebenfalls ein starker Motor für EM-Investitionen.
Obwohl chinesische Aktien ebenfalls ein Wachstum von 37 % verzeichnen, bleibt das Risiko geopolitischer Spannungen ein entscheidender Faktor für die Präferenz von Ex-China-Strategien.
Risiken und Volatilität der Emerging Markets
Ein zentraler Gegenpunkt ist die anhaltend hohe Volatilität der Emerging Markets. Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten – insbesondere in China – können die Rendite stark beeinflussen. Dieser Risikofaktor bleibt für Anleger relevant, selbst wenn Ex-China-Strategien insgesamt eine stabilere Performance bieten.
- Hohe Volatilität bleibt ein Risiko, besonders bei geopolitischen Spannungen.
- Systemische Risiken können zu schnellen Rückgängen führen.
Warum investieren Anleger in Ex-China-ETFs?
Anleger meiden China-Risiken und suchen Diversifikation in stabileren Emerging Markets wie Indien und Brasilien.
Fazit
Die Zahlen für 2025 verdeutlichen eine klare Verschiebung: Während klassische EM-ETFs mit hoher China-Gewichtung unter Druck stehen, setzen Ex-China-Strategien neue Maßstäbe in Bezug auf Zuflüsse und Performance. Anleger müssen die Allokationsfrage „EM mit oder ohne China“ bewusst adressieren, die Volatilität der Schwellenmärkte berücksichtigen und die regionalen Wachstumstreiber – insbesondere Südkorea und Indien – in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen. Ex-China-Fonds bieten dabei ein Mittel, China-Risiken zu reduzieren und gleichzeitig von den Chancen anderer Schwellenländer zu profitieren.






